Nicht lange nachgedacht, schwups, glücklich!

Nicht lange nachgedacht, schwups, glücklich!

Geht Dir das manchmal auch so? Du nimmst Dir etwas vor, doch plötzlich wirst Du innerlich unruhig. Wenn Du ein schüchterner Mensch bist, ist das nichts Ungewöhnliches. Doch frag Dich mal, was zuerst da war: Henne oder Ei? Welche Gedanken schossen Dir unbewusst in den Kopf? „Das kann ich nicht!“ Oder auch „das schaff ich nicht!“

 

Als ich im Kindesalter von ca. 7/8 Jahren meinen Vater von den Nachbarn zum Essen nach Hause holen sollte, war das nicht selbstverständlich. Mal hab ich es gemacht, manchmal nicht. Als es nicht ging, bäumte sich mein Innerstes schon bei der Aufforderung meiner Mutter dagegen auf. Einfach so. 

 

Einfach so? Unbewusste Gedanken hatten Gefühle erzeugt, die mich spontan ausbremsten. Alles in mir wollte nur das nicht. Meine Mutter verstand das überhaupt nicht. Schüchterne Menschen haben, was das angeht überhaupt nicht leicht. Wie denn auch? Manchmal konnte ich ganz selbstverständlich diesen Auftrag ausführen. Ein anderes Mal nicht. Ohne eine plausible Begründung.

Was Du ganz bewusst tun kannst

Achte mal ganz bewusst darauf, was Du in Momenten, die Dich blockieren, denkst. Je bewusster Dir das wird, desto besser wirst Du gegensteuern können. Welche Gefühle spürst Du? Sofort Unbehagen? Angst? Oder stockt Dir sogar der Atem, bei dem Gedanken, dass Du gerade gefordert wirst?

 

Wo sitzen Angst und Unbehagen eigentlich? Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Trifft das in den meisten Fällen ein? Mir war seinerzeit noch nicht klar, wann ich blockiert war und etwas nicht tun konnte. Aber Du kannst das lernen. Entscheidend sind nämlich Deine Gedanken. Die kannst Du beeinflussen. Das solltest Du auch, wenn Du Dich überwinden möchtest.

Wahr oder nicht? Dein Gehirn kennt den Unterschied nicht

Dein Gehirn unterscheidet nicht, ob Du nur etwas „denkst“ oder es live erlebst. Wenn Du also denkst, dass du etwas nicht schaffst, reagiert Dein Körper zeitgleich mit Schwäche. Obgleich das nur gedacht ist. Wenn Du Dich gerade machst und z. B. beschließt, diese Situation zu meistern, werden Deinem Körper Kräfte zur Verfügung gestellt.

 

Deine Motivation: „Denen werde ich’s zeigen!“ reicht aus, um Dir Flügel wachsen zu lassen. Mit anderen Worten ist es mega wichtig, wie gut Du Dich unterstützt. Denn das hat Auswirkungen nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf Deine mentale Kraft.

Nicht lange nachgedacht, schwups, glücklich!

Sobald ich meinen Kopf ausgestellt und ins Tun gekommen bin, konnte ich das machen, was ich machen sollte. In Bezug auf meinen Vater bin ich selbstverständlich zu den Nachbarn gegangen, um ihn zum Essen zu holen. Ich konnte mich sehr viel leichter überwinden!

 

Das geht mir auch noch heute so. Wann immer ich meinem Schweinehund bzw. meinen Gedanken zu viel Raum für die Für und Wider lasse, passiert häufiger als mir lieb ist, dass ich nicht ins Handeln komme. Deshalb an dieser Stelle wirklich mein ernst gemeinter Tipp, nicht allzu lange nachzudenken. Gerade, wenn Du als Kopfmensch dazu neigst. Und hinterher stellst Du fest, dass alles sehr viel leichter ging, als gedacht. Genau. Weil Du eben nicht zu viel gedacht hast!

 

Probiere es aus! Berichte mir gerne, wie es Dir damit gegangen ist.